Das Myfest ist das seit 2003 jährlich am 1. Mai (Tag der Arbeit, Maifeiertag bzw. Kampftag der Arbeiterbewegung) stattfindende Straßenfest in Berlin-Kreuzberg, das sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtet und ein großes kulinarisches und kulturelles Angebot von Konzerten bis zu Feuerwehrvorstellungen bietet. Der Name wird wie „Maifest“ ausgesprochen und ist ein Kunstwort aus diesem Begriff und dem Englischen „my“ für „mein“. Organisiert wird es vom Netzwerk Myfest, Silke Fischer (2003 bis 2009), einem breiten Bündnis aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und bürgerschaftlichen Initiativen. Das Fest soll vor allem die Bereiche um das Kottbusser Tor, den Heinrichplatz und die Oranienstraße mit friedlichen Menschen in Festatmosphäre überziehen, um den Ausschreitungen am 1. Mai in diesem Gebiet entgegenzuwirken und potentiellen Gewalttätern alternative Unterhaltung zu bieten. Der seit 2003 zunehmend friedlichere Verlauf der Kreuzberger Maifeiern wird von Polizei, Politik und Anwohnern in erster Linie dem Myfest zugeschrieben. (Quelle)
Gegen Verdrängung, gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, Wir sind Risiko. Wir sind Chance. Wir sind links. Wir sind laut. Wir sind leise. Wir sind die Guten. Wir sind die Bösen. Wir sind Schwul, Lesbisch, Transen, Hetero, jung, alt. Wir sind Punks und StudentInnen, JobberInnen, Arbeiter, Angestellte, Über- und Unterqualifizierte. Wir akzeptieren 300 Millionen Götter. Wir sind Subkultur. Wir sind kosmopolitisch. Wir verachten und bekämpfen alle Faschisten und Nationalisten. Wir sind viele. Wir sind Kreuzberg 36!
Das MyFest ist aber noch weit mehr. Es ist das gemeinsame Eintreten aller Beteiligten für ein Zusamenleben ohne Gewalt - auch und gerade nach dem Fest. Ein Zusammenleben, das die Eigenheiten von Kreuzberg 36 mit seiner Multikulturalität ganz bewusst als Chance begreift. Dies betrifft insbesondere auch unsere Jugendlichen in SO 36.
Das MyFest 2011 soll deshalb auch insbesondere die jungen Menschen in unserem Bezirk ansprechen: So wird es eine Jugendstraße, zwei HipHop-Bühnen und weitere interessante Musikangebote geben. Letztlich geht es uns auch um die Aktivierung von Jugendlichen, deren Lebenssituation in vielen Fällen von Perspektivlosigkeit geprägt ist. Wir werden noch viel mehr soziale und politische Anstrengung benötigen, diesen Jugendlichen soziale Chancengleichheit zu ermöglichen.
Das Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg zeigt in einem typischen Fabrikgebäude am Kottbusser Tor die Dauerausstellungen „Geschichte wird gemacht“ zur Stadtentwicklung nach 1945 und „…ein jeder nach seiner Fasson?“ zur 300-jährigen Einwanderung in das Stadtgebiet von Friedrichshain und Kreuzberg.

Auf den fünf Etagen des Gebäudes findet man außerdem Sonderausstellungen zur Regionalgeschichte, ein umfangreiches Archiv mit Beratung für alle Interessierten sowie eine Präsenzbibliothek. Im Erdgeschoss sind eine historische Setzerei und Druckerei eingerichtet. Sie werden im Rahmen von Schülerworkshops und Volkshochschulkursen genutzt. Die museumspädagogischen Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie die thematischen Stadtführungen beziehen die Umgebung des Museums mit ein, zum Beispiel die geschichtsträchtige Luisenstadt mit dem legendären Postzustellbezirk SO 36. Besonders beliebt sind die für Jugendliche veranstalteten X-Berg-Tage: Junge Kreuzbergerinnen unter anderem mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund führen durch das Museum und durch ihren Bezirk.
Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg
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